Auch in einem Betrieb mit Gastraum setzt sich ein Teil der Verkäufe nie an einen Tisch. Jemand holt eine Tüte ab, jemand anderes ruft an und möchte eine Lieferung. Werden diese Verkäufe als "Tisch 12" im Tischplan geführt, entstehen zwei Probleme: die Auslastung stimmt nicht und auf der Rechnung steht nicht, wem sie gehört. Der Abhol- und Telefondienst trennt genau das.
Einschalten: Verkäufe mit eigenem Bereich
Sobald Sie den Abhol- und Telefondienst in den allgemeinen Einstellungen aktivieren, erscheint im Kassenbildschirm ein neuer Bereich neben den Tischen. Er gehört nicht zum Tischplan: Hier geöffnete Vorgänge ändern weder Tischanzahl noch Auslastung noch Tischberichte. Ist die Einstellung aus, bleibt alles wie zuvor.
Zwei Arten: Abholung und Lieferung
- Abholung: Der Kunde holt die Bestellung ab. Name oder Telefonnummer genügt; eine Adresse wird nicht verlangt.
- Lieferung (Telefonbestellung): Die Bestellung geht an eine Adresse. Das Adressfeld darf nicht leer bleiben, denn der Bote liest es.
- Beide Arten folgen derselben Bonlogik: Artikel hinzufügen, an die Küche senden, kassieren, Beleg drucken.
Wann sind die Kundendaten Pflicht?
Beim Anlegen wird nach dem Kunden gefragt, Pflicht ist er aber nicht: In der Stoßzeit nehmen Sie erst die Bestellung auf und ergänzen die Daten später. Die Pflicht liegt beim Kassieren. Ist beim Wechsel zur Zahlung kein Konto gewählt, stoppt das System; bei einer Lieferung wird zusätzlich die Adresse verlangt. So entsteht keine Zahlung zu einer Bestellung ohne bekannten Besteller.
Keine zweite Auswahl im Zahlungsbildschirm
Haben Sie den Kunden beim Anlegen erfasst, zeigt der Zahlungsbildschirm dieses Konto bereits an; Sie suchen dieselben Daten kein zweites Mal. Bei Verkäufen mit Rechnungsdaten wird derselbe Eintrag verwendet, und auch der an das Registriergerät übermittelte Kunde kommt von hier. Mehr dazu im Beitrag über die Kontoführung.
Eine eigene Zeile im Bericht: Abholung oder Lieferung?
Im Konten- und Rechnungsbericht zeigt jede Zeile ihre Verkaufsart: Gastraum, Abholung oder Lieferung. Fragen wie "wie viel bringt das Außer-Haus-Geschäft" oder "ist der Durchschnittsbon bei Lieferungen höher als im Gastraum" beantwortet der Bericht selbst, ganz ohne zweites Heft. Den Tagesabschluss haben wir im Beitrag zum Tagesabschlussbericht erklärt.
Ein versehentlich geöffneter leerer Vorgang
Ein leerer Vorgang aus einem Fehlgriff lässt sich löschen, solange kein Artikel darauf ist. Sobald Artikel erfasst oder eine Zahlung kassiert wurde, gelten die normalen Bonregeln: Stornieren braucht eine Berechtigung und hinterlässt eine Spur. Ziel ist, einen Versehen leicht zu bereinigen, ohne die Verkaufshistorie von Hand editierbar zu machen.
Der Abhol- und Telefondienst läuft in Ihrem bestehenden Ablauf, vom Küchenbon bis zum Fiskalbeleg: Es gibt kein separates Modul zu lernen. Wenn Sie zusätzlich Plattformbestellungen in einem Bildschirm bündeln möchten, erklärt das der Beitrag zur Online-Bestellverwaltung.